Wettkämpfe  

31.12.2016 OTB Silvester-Lauf

Landesliga--Wettkämpfe

www.laufen-os.de

   

Sponsoren  

 

 

   

Trainingszeiten  

Dienstag - Lauftraining

19-20:30Uhr - Sportpark Gretesch

Mittwoch - Schwimmtraining

20-21:30Uhr - Schinkelbad

Samstag - Schwimmtraining

9-10:30Uhr - Nettebad

Samstag - Radtraining

14 Uhr Start - Sportpark Gretesch

  PROBE-TRAINING

JEDERZEIT MÖGLICH!

   

TSG Gesamtverein  

   
Bei der Challenge Regensburg wurden neben schönen Strecken und toller Atmosphäre auch das brandneue Konzept "Challenge for Two" angeboten. DIE Gelegenheit, mal eine richtig gute Langdistanz-Zeit zu rocken ;-) Anke & Anja stellten sich dem Druck.
 
Das neue Format "Challenge for Two" beinhaltet einen Wechsel nach 1 von 2 Schwimmrunden (beim kurzen Landgang), einem 90km-Kurs auf dem Rad und 2 von insgesamt 4 Laufrunden. Somit absolviert jeder eine Mitteldistanz mit Unterbrechungen. Unterschiedliches Leistungsniveau spielt dabei höchstens intern eine Rolle, sodass man wunderbar mit dem Partner, der Tochter usw. antreten kann. Eine tolle Idee auch für ein Blind-Date ;-)
 
Langdistanz-Feeling mit halber Arbeit? Kurz Gas geben und dann zurücklehnen, während der andere sportelt? Unseren Ultra-Sportfreund Bernd in Bayern besuchen und uns dort einnisten? Schnell waren genug Argumente gefunden, um am vergangenen Wochenende den Weg nach Regensburg anzutreten. So schön die Altstadt auch ist, durch verschiedene Anlaufstellen für Wettkampf-Besprechung, Beutelausgabe, Bike-Checkin und Messe kamen am Samstag ungewollt viele Laufkilometer zustande. So war unsere eigene Pastaparty am Vorabend früh zu Ende und der Wecker auf 2.45 Uhr gestellt. Man hätte zwar noch etwas schlafen können, allerdings kreisten die Gedanken permanent um die richtige Beladung sämtlicher Beutel... Triathlon, ohnehin nichts für Freunde von Minimalismus und Einfachheit, kann schnell zur Komplexität eines Schachspiels anwachsen: 2 Wechselzonen, Ziel nochmals separat, Partnerwechsel jeweils nach der Hälfte der Disziplinen, Shuttlebusse usw. Da konnte es einem schnell passieren, dass man plötzlich im Neo vor dem Fahrrad des Teampartners stand und eigentlich 21km laufen wollte. Dank Ankes schwäbischer Sorgfalt und viel Red Bull stand Anja dann doch am Sonntag um 6.45 im lauwarmen Wasser des Guggenheimer Sees und fühlte sich gut vorbereitet. Um sich den langen Tag nicht gleich am Morgen zu versauen, ließ sie es diesmal WIRKLICH ruhig angehen. 30 Sekunden hinterherschwimmen und dann auf der super markierten Idealinie überholen macht auch viel mehr Spaß als Prügel einstecken, Brille verlieren, Hyperventilieren und dann 5 Minuten Brustschwimmen, um schlechte Laune und wieder Luft zu bekommen... Die geniale Taktik wurde mit einer 5 Minuten schnelleren Zeit als die bisherigen Mitteldistanzen belohnt. Anke zwischen den vielen Neos suchen und abklatschen, dann erstmal gemüüütlich abtrocknen und quatschenderweise einen Riegel mampfen. Im Wechselbereich steht plötzlich Peer vom OSC neben mir. So können wir noch in Ruhe beratschlagen, ob Trikot, Weste oder Windstopperjacke die beste Wahl fürs Radeln wären. Ich entscheide mich für "je kälter desto schneller" und trotze kurze Zeit später dem Nieselregen und Wind. The Knife ist zum Glück frisch imprägniert und so fliegen wir auch ohne Zeitfahrlenker und mit Bergübersetzung lässig an den Gegnern vorbei. Freilich haben die meisten von denen auch nicht "90km ALL OUT" sondern die Langdistanz im Hinterkopf. Egal, die Strecke ist superschön und schnell! Bei 600 Höhenmetern auf 180km muss nicht mal ich aufs kleine Kettenblatt schalten... Im Stehen galoppiert Knife an 2 Männern vorbei die einzige nennenswerte Anhöhe hinauf, die triathlonbegeisterten Bayern an der Stecke sind aus dem Häuschen! Der Himmel reißt auf, und ich überlege, wieviel Watt an eingebüßter Aerodynamik es mich wohl kostet, wenn ich bei diesem Gegenwind auch noch die Zunge raushängen lasse... Ich roll mich zusammen wie ein Hering und lasse Knife freien Lauf über die große, windige Einfallstraße in die City. Die Zeitmatte piept, am Seeufer kriegt Anke einen elektrischen Schlag oder so übermittelt, endlich geht's auch für sie nach 2:46 Stunden aus dem Wartezelt auf die Straße! Dank 3 weiterer Red Bull (Sponsorenanfragen bitte an den Abteilungsleiter...) fliegt sie bei mittlerweile perfekten Bedingungen über die Strecke. Derweil praktiziere ich meine bei Rad am Ring perfektionierten Fähigkeiten im Powernapping auf einer Bierbank und verfolge dann Anke im Liveticker, während ich eine Packung Gummibärchen vernichte. Als sie pünktlich einrollt fühlen sich meine Beine an wie neu. Die Laufstrecke führt über die "Steinerne Brücke", tatsächlich eine Brücke aus Stein und UNESCO Weltkulturerbe, in die Altstadt. Von den dort applaudieren Massen werde ich förmlich überrollt und einen Kilometer später mit einer Pace ausgespuckt, die ich ansonsten nicht mal beim Intervalltraining aus meinen Beinen quetschen könnte... Gut gelaunt geht's weiter am Donauufer durch einen tollen Park, weiter beste Stimmung an der Strecke. So bringe ich die ersten 10km in der gleichen Zeit wie meinen letzten Silvesterlauf nach Hause. Das konnte nicht gutgehen... Plötzlich empfinde ich die ganzen Aufmunterungen der Zuschauer fast als Nötigung, das Kopfsteinpflaster war doch vorhin nicht so holprig, und ganz neue Steigungen tauchen auf... Also erstmal eine halbe Melone mit Salz beim nächsten VP runtergespült, Kopf auf Finish-Modus und all diejenigen jagen, die mich eben haben stehenlassen. Mit gerade noch genehmigten 1:59 überlebe ich so den Halbmarathon und springe direkt in die nächte Schwämmewanne. Bald darauf feuer ich die Läufer vom Logenplatz in der "Kuchenbar" an. Herrlich, diese Vorfreude auf den Zieleinlauf, während man seinen Cappuccino schlürft! Zufrieden genieße ich die Stimmung im Schatten des Doms und feuere ausgiebig die Finisher an. Unverschämt, wie viele diese Wahnsinnszeiten schaffen, die wir uns gerade mühsam ZU ZWEIT erkämpft haben! Und wie schön, jetzt nicht mehr allein am Zielkanal in die ANDERE Richtung, auf die 3. oder 4. Runde, abiegen zu müssen... Schon rennt Anke um die Ecke und wir traben glücklich über den roten Teppich! Jubel, Sonne, Medaille, Bier! Und 10:55:39 Finisherzeit! Da gibt es sogar noch heißes Wasser in der Dusche und ganz andere Themen in der Schlange vorm Massagezelt (Dopingkontrolle, Scheibenräder und die Einsamkeit im Badesee bei Schwimmsplits von unter einer Stunde). Mit dem 9. Platz von 15 Damenteam sind wir aufgrund unserer guten konstanten und super eingespielten Leistungen bestens zufrieden: Anke 5:26, Anja 5:24 für die Mitteldistanz im Intervallmodus. Von uns gibt es ein dickes DAUMEN HOCH! für dieses neue Format, welches erfrischenden Teamspirit in einen Sport der Einzelkämpfer bringt und das große Erlebnis "Langdistanz" für viele öffnet. Zudem Dank der einfachen, aber sehr schönen Strecken, sehr für einen Einzelstart zu empfehlen, wenn es nicht gleich ein Riesenevent wie Roth oder Frankfurt sein muss. Oder für eine fast Hawaii-reife Teamperformance bei "Challenge for Two"!
 

Landesliga Wilhelmshaven „ NORDSEEMAN” über die Sprintdistanz ( 750m-21km-5km)

Sommer, Sonne, Strandfeeling!!!
nein … leider nein ….
Da hat uns das Wetter heute leider im Stich gelassen. Es wollte einfach nicht aufhören zu regnen und zu winden beim Landesligastopp in Wilhelmshaven.
Aber wer eh nass aus dem Wasser kommt, den schreckt auch nicht mehr die Rundumdusche auf dem Rennrad und die steife Brise mit Frontalregen ab!

Super Leistung Jungs und Mädels!!! Und hier die Ergebnisse

Tri-Team Osnabrück Mädels

3. Platz Gesamtteamwertung ( mit 28 Punkten)

Kimberly Miller - 3. Platz Gesamt ( 01:11:46 Std )
Simone Terheggen - 11. Platz Gesamt (01:15:23 Std)
Wiebke Krone - 14. Platz Gesamt (01:16:01 Std)
Carmen Aulbert - 17. Gesamt (01:17:33 Std)
Sandra Meier - 31. Gesamt (01:22:49 Std)

 

Tri-Team Osnabrück Herren

12. Platz Gesamtteamwertung ( mit 294 Punkten)

Tobias Bussmann - 10. Gesamt (01:05:52 Std)
Patrick Teller - 22. Gesamt (01:06:54 Std )
Felipe Rayo Martin - 54. Gesamt (01:10:49 Std)
Oliver Speller - 73. Gesamt (01:12:47 Std)

Die Herrenmannschaft konnte sich trotz krankheitsbedingter Ausfälle gut behaupten und erreichte mit nur 4 statt der geforderten 5 Teilnehmer einen super 12. von 23. Gesamtplätzen.

Herzlichen Glückwunsch!

Danke für deinen Bericht Kim!

14-08-17  Mathias

Landesliga Stuhr - Olympische Distanz ( 1,5 km / 40 km / 10 km )

Ganz schön stürmisch in Stuhr! Und das Sonntagmorgens um 9:00 Uhr in der früh! Denn neben der 4. Disziplin, dem Wechsel, ist die 5. Disziplin wohl das motiviert frühe Aufstehen am Wochenende!
05:30 Uhr Abfahrt!!!!

Heute hieß es für die Tri-Team-Mädels OS möglichst wenig Punkte sammeln, um den Ligaerhalt zu sichern!
Mit einem souveränen 4. Platz in der Mannschaftswertung kann nun erstmal aufgeatmet werden!
Die Herren belegten den 14. Platz der Mannschaftswertung.

Und hier die einzelnen Ergebnisse!

Herren (Landesligawertung)

Felipe Rayo Martin - 2:09:48h - Gesamt 14
Patrick Teller - 2:15:22h - Gesamt 33
Hans-Peter Igelbring - 2:19:56h - Gesamt 56
Frank Stöckel - 2:32:31h - Gesamt 112
Maik Anders - 2:36:19 - Gesamt 125
Peer Schieße - 2:42:13 - Gesamt 135

Damen (Landesligawertung)

Kimberly Miller - 2:28:16 - Gesamt 12
Wiebke Krone - 2:30:10 - Gesamt 16
Carmen Aulbert - 2:31:17 - Gesamt 17
Marlies Peschke - 2:39:48 - Gesamt 28
Anne Diekmann - 2:49:32 - Gesamt 45

Nächster Stopp: Wilhelmshaven am 12.August 2017!!!

Foto: So schön ist Triathlon! Mannschaftsführerin Lissy mit Anne, Marlies, Wiebke, Kimberly, Carmen.

Herzlichen Glückwunsch an alle Trias und Danke für den Bericht Kim!

04 -08 - 17 Mathias

 

Unsere lieben Sportfreunde von der OSC Radsportabteilung, dabei einige Mitglieder aus unserer Triathlon-Startgemeinschaft, hatten dieses Jahr eine tolle Aktion geplant: ein Vereinsausflug zum 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring! Rad am Ring: Das klang erst mal fast so verlockend wie Rock am Ring. Wie sich herausstellen sollte wurden jedoch andere Schwerpunkte gelegt...Mehr Heavy, weniger Metall. Stattdessen Carbon. Anke, die öfter im OSC als zu Hause ist, war natürlich dabei und wollte ein 2er Team mit ihrer OSC-Kurs-Freundin Heike bilden. Als diese dann krankheitsbedingt ausfiel, war ich natürlich zur Stelle. Hätte ich mir bloß die Ausschreibung genauer angesehen...

Die Sportfreunde von der OSC-Radabteilung trat mit 23 Fahrern an!

Als wir am Freitag mit unserem Wohnmobil auf den Ring abbogen, war alles mit Trucks, Zelten und Rädern vollgestellt. Die Fahrerlager waren teils liebevoll geschmückt. Profis luden ihre 10.000-Euro-Räder aus Team-Bussen. Und ich hatte mein Licht vergessen! Keinen Gedanken hatte ich daran verschwendet, dass es ja innerhalb von 24 Stunden auch mal dunkel werden könnte! Zum Glück konnte ich am Stand von Sigma kostenlos Ersatz ausleihen. Es konnte also losgehen! Am Samstag Mittag versammelte sich eine riesige Schar rasierter strammer Waden mit etwas Carbon dazwischen vor der Tribüne des Nürburgrings. Obwohl ich mich dezent hinten einordnete, verlief die 1. Runde recht chaotisch. Stürze, Defekte, qualmende Bremsen. Während viele sogar schieben mussten in den zwei größten Anstiegen, sausten die Profis mit 30 Sachen im Stehen an einem vorbei. Ein heilloses Durcheinander, was sich im Laufe der Runden etwas beruhigte.

Ich hasste die Strecke von Anfang an. Während man sich zu Beginn der Runde noch angstvoll bei 85 Sachen am Lenker festklammern und irgendwie um die schnellen Kurven kommen musste, zogen einem kurz darauf endlose Anstiege in der prallen Sonne die Schuhe aus. Der Wind kam immer heftig und von allen Seiten, nur die Kilometer den Berg hinauf lagen natürlich geschützt, also extra heiß. Ich war heilfroh, als ich nach einer Runde mit 26 km und 580 Höhenmetern Anke Abklatschen konnte. Und so ging es weiter. Wie ein Uhrwerk. Nach einer Stunde stehe ich wieder bereit. Meine ersten 4 Runden fahre ich, als ob nach 26 km Schluss wäre und nicht nach 24 Stunden. Als sich die Sonne endlich senkt, bin ich 104 km und 2320 Höhenmeter mit einem 26er Schnitt gefahren, völlig im Eimer, kriege nix mehr runter und habe keinen Bock mehr. Ich fahre meine erste nächtliche Doppelrunde von 23 bis 1 Uhr und mache nichts anderes, als Erklärungen zu formulieren, wie ich diesem Elend ein Ende setzen könnte. Aus Frust halte ich an der Verpflegungsstelle am höchsten Punkt der Strecke an und stopfe mir 3 Waffeln gleichzeitig in den Mund, die ich während der Abfahrt mit Motten garniert in mich hineinschlinge. Aber dann schicke ich auch schon wieder Anke auf die Strecke und falle ins Bett. Mein Freund am Livetracker hat eine Whatsapp geschickt: „2. Platz, nicht nachlassen!“ Und so sitze ich um 4 Uhr wieder auf dem "heißen Stuhl" des nächsten Fahrers, mein Kinn und mein Herz auf Knifes‘ Lenker abgestützt. Nicht denken, fahren. Die Sonne geht langsam auf und für einen kurzen Moment finde ich es ein bisschen schön... 100 km später wird meine Stimmung nochmal dadurch gesteigert, dass ich plötzlich begreife, dass mir nur noch 2 Runden bevorstehen, und das erst nach weiteren 2 Stunden Schlaf. Fröhlich schiebe ich Anke an - weiter so, Richtung Podium! Bei meiner nächsten Runde um 9 Uhr sind die Fahrer schon deutlich gezeichnet von den Strapazen der Nacht. Mir geht es nun viel besser – der Kopf hat ein Ziel vor Augen (Podium! Gleich nur noch eine Runde!) und ich bin nicht mehr von der Hitze und dem Überpacen völlig geschlaucht…so versuche ich, die Solo-Starter ein bisschen aufzumuntern, wenn ich vorbeifahre oder, unglaublich, DIE vorbeifahren. Ich bin tief beeindruckt, wie einige an mir vorbeiziehen, obwohl sie sich seit 20 Stunden alleine über den Kurs quälen. Auf dieser Strecke kann man nie einfach so dahinrollen. Es gibt keinen „Flow“. Bei mir stellt sich einfach nicht der altbekannte Ohrwurm im Kopf ein, zu dessen Takt ich mich die Serpentinen hochschlängeln kann. Es gibt keinen Berg, keinen Pass, keinen Kaiserschmarrn. Es gibt nur Kilometer 12 – 13km. Der längste Kilometer der Welt. Und danach dann der RICHTIGE Anstieg zur Hohen Acht. Alles, was ich am Radfahren liebe: das Dahingleiten, die Leichtigkeit, das Ziel vor Augen, einfach Sein, weil ich fahre – das gibt es hier nicht. Das ist meine größte mentale Herausforderung. Es ist nicht Meins, aber ich versuche, mich zu ergeben. Vor der grünen Hölle. Vor dem Wahnsinn, einfach nur im Kreis zu fahren. Zum Glück ist zumindest The Knife, mein treues Carbon-Ross, echt gut drauf: er donnert gnadenlos in jede Abfahrt und saugt sich an den Gegnern fest. Auf der langen Geraden mit Gegenwind ziehen wir Kolonnen an Mitfahrern hinter uns her, weil wir unglaublich gut im Wind stehen. Die elektronische Schaltung surrt wie ein Kätzchen, während andere fluchend und knatternd ihren kleinsten Gang suchen, als plötzlich der Gegenanstieg mit 24% (!) Steigung nach einer Kurve auftaucht. Und so fühle ich mich wie ein Cowboy mit seinem treuen Pferd auf dem Ritt durch die Wüste. So hänge ich meinen Gedanken nach, als ich Anke auf ihre letzte Runde schicke. Sie ist heute unglaublich! Tritt wie ein Uhrwerk super Rundenzeiten weg, schmeißt sich wagemutig in die Kurven: ihr liegt diese Strecke mit den steilen, unrhythmischen Antritten viel mehr als mir. Natürlich konnte ich nicht aufgeben! Und dann taucht doch noch ein Ohrwurm auf: „You and me, we’re in this together now“. Gemeinsam durch die Hölle, und dabei kaum ein Wort gewechselt bis auf „Auf geht’s!“. In meiner letzten Pause rufe ich Christian an: „Wie steht’s, können wir die letzte Runde zusammen zuckeln?“ „Nix da, ihr habt gleiche Rundenzahl, aber nur 10 Minuten Vorsprung vor den Drittplatzierten!“ Oh Gott, also nochmal alles geben! Blass sitze ich im Teampavillon, Heiko von den OSC-lern erkennt meine Not: „Für mich geht es in der letzten Runde um Nichts, ich kann Dich ziehen!“ Geil, mit ihm und seinem Hinterrad fühle ich mich längst nicht mehr so allein auf der Strecke! Ich werde eskortiert wie ein Castor-Transport, brauche mir um Linie und Gegenwind keine Gedanken mehr machen. Und so kann ich glücklich auf der Einfahrt in die Zielgerade Ankes Hand greifen und gemeinsam über die Linie rollen. Tränen der Erleichterung, Erschöpfung, Freude! „Und das sind die Zweitplatzierten in der Damen-2er-Wertung!“ Geil, geil, geil, wir sind so geil! Knutschen, Selfies, Freibier, Handshakes mit dem Team! Wir machen uns bereit zur SIEGEREHRUNG! Das haben wir nicht geprobt! Ein richtiger Pokal! Später noch eine Goldmedaille für den Sieg in der Altersklasse! Wow, irgendwie macht es jetzt doch Spaß! Das OSC-Team ist mächtig stolz und wir mächtig dankbar für den tollen Support, die mentale Unterstützung, die Planung, das Reifen Aufpumpen, das rechtzeitige Entdecken einer Sicherheitsnadel in Ankes Reifen und vieles mehr! Dafür stiegen wir dann auch gerne im OSC-Outfit auf das Podium.

Das war ein Sieg. Aber nicht ein Sieg über die anderen. Jeder, der sich dieser Herausforderung stellt, ist ein Sieger. Nein, das war ein Sieg über mich selbst. Über meine Komfortzone. Über meine Maximalgeschwindigkeit (3 mal!) und über die Hölle. Grüner wird‘s nicht.

21 Runden - 546 km - 12.180 Höhenmeter - Durchschnittsgeschwindigkeit 22,5 km/h

 

 

2017 IM swim1a

 

Welch ein Tag!

03:00 Uhr: Weckerklingeln, Aufstehen, fein machen, Frühstücken.
04:40 Uhr: Abfahrt mit dem Shuttlebus zum Langener Waldsee
zzgl. 2 km Fußmarsch zur Wechselzone.
ca. 07:05 Uhr: Ab ins Wasser beim Rolling Start
ca. 08:32 Uhr: WOW! Schon fertig mit Schwimmen!! Unter 1:30:00 geblieben, YES!!!
ca. 14:43 Uhr: O.k., 177 km geschafft, sonnig, ca. 35 Grad, die Frisur sitzt, Yes!!
ca. 14:50 Uhr: und jetzt noch locker den Marathon auslaufen, zum Glück stehen
Frank und Patrick an der Strecke und lügen mich an, wie toll ich noch aussehe. yes!
ca. 18:00 Uhr: keine 14 km mehr, ich will dieses verf….. rote Band für die letzte Runde. yes
ca. 19:35 Uhr: Zieleinlauf. Fertig gelitten. Durchgeackert. Hölle. Egal. Geschafft. ye
ca. 23:40 Uhr: Endlich im Bett, Licht aus. y

DANKE an alle Anfeuerer.

Sehr gute Organisation. Hervorragende Strecken. Viele freundliche Helfer.

2017 IM run3a